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Der Petzl RopeTrip ist mehr als nur ein Wettkampf. Er bietet die Möglichkeit, in die Geschichte der Firma Petzl einzutauchen. Als sich hinter dem Namen Petzl lediglich ein Vater, ein Sohn und eine kleine Werkstatt verbargen, war ihr Arbeitsraum der Treffpunkt für die Erforscher der Vertikalen.  Ein Ort, an dem Speläologen neue Techniken, Ideen und Produkte kennen lernen und darüber diskutieren konnten. Inzwischen ist Petzl sehr viel größer als ein einfacher Arbeitsraum, aber das Bedürfnis nach Austausch von Wissen und Erfahrungen ist in Kletterkreisen unverändert. Deshalb gehört zum Petzl RopeTrip auch ein technisches Symposium mit internationalen Workshops, Diskussionsrunden und Vorträgen. Das diesjährige Symposium  befasst sich mit den Themen Versicherungsschutz für Seilzugangstechniker, Riggingtechnik im Vulkangebiet, Rettungseinsätze und viele andere Fragen. Erfahre hier mehr über das Symposium. 

 

Symposium

 

Donnerstag Programm symposium petzl ropetrip 2018

DER AUGENBLICK, DER ALLES VERÄNDERT – UMGANG MIT NOTFALLSITUATIONEN

 

Datum: Donnerstag, 7. Juni 18 -19 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Nordrhein-Westfalen Raum

Name des Vortragenden: Formacan /

Dr. med. Jutta Grabe (medizinischer Notfallhilfsdienst)

Beruflicher Hintergrund

Dr. med. Jutta Grabe (medizinischer Notfallhilfsdienst)

Anästhesistin, Spezialistin für Intensiv- und Notfallmedizin, leitende Notärztin, Oberärztin, Ausbilderin, Dozentin für Krankenpflege, medizinische Notfallversorgung und Chirurgie usw., Leiterin einer zentralen Notaufnahme, Höhenretterin, Fisat1

Beschreibung des Vortrags

Unfälle passieren, das ist menschlich. Wir alle haben ein gemeinsames Ziel: Wir möchten gesund und sicher nach Hause zurückkehren. Unsere Gesundheit und Unversehrtheit ist unser höchstes Gut.

Es geht nicht darum, WIE ich den Notfall verhindern kann, sondern um die Sekunden und Minuten nach seinem Eintritt. Wie kann ich meinem Kollegen helfen? Wie kann ich Schlimmeres verhindern?

Welches sind die größten medizinischen und organisatorischen Probleme, mit denen ich oder die Rettungskräfte konfrontiert werden?

Was können wir mit den begrenzten Möglichkeiten am Boden tun, um unserem Kollegen zu helfen?

Worauf kann ich Acht geben? Welche Handlungen würden die Situation verschlimmern?

 

Epidemiologische studie VON VERLETZUNGEN BEI SEILZUGANGSTECHNIKERN IN FRANKREICH. EINE UNTERSUCHUNG DER ARBEITSBEDINGUNGEN UND TYPISCHEN VERLETZUNGEN

 

Datum: Donnerstag, 7. Juni 18 - 19 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Metropole Ruhr Raum

Name der Vortragenden: Petzl-Stiftung / Isabelle Rogowski

Beruflicher Hintergrund der Vortragenden

Dozentin an der Fakultät für Sportwissenschaft in Lyon (Frankreich) und Forscherin im Bereich Biomechanik im Sport

Beschreibung des Vortrags

Angesichts der Tatsache, dass der Beruf des Seilzugangstechnikers sich unaufhörlich weiterentwickelt, die Ausbildung ständig verbessert wird und immer mehr Risikopräventionsmaßnahmen umgesetzt werden, schien es uns wichtig zu sein, zu einem besseren Verständnis des Berufs des Seilzugangstechnikers beizutragen.

Zweck dieser Studie ist es, auf der Grundlage der Ergebnisse einer umfassenden Untersuchung die Epidemiologie der Krankheiten, an denen Seilzugangstechniker leiden, zu ermitteln. Basierend auf den Originaldaten von 478 Seilzugangstechnikern wird ein Überblick des Berufsstandes präsentiert, in den Informationen über soziodemografische Merkmale, Arbeitsbedingungen, Lebensweise und Verletzungen der Seilzugangstechniker eingeflossen sind. Die Studie hat es ermöglicht, im praktischen Einsatz gemachte Beobachtungen zu objektivieren und zu quantifizieren, eine differenziertere Kenntnis der Epidemiologie der von Seilzugangstechnikern erlittenen Verletzungen zu erhalten und gedankliche Ansätze herauszuarbeiten, die institutionelle und professionelle Stakeholder zum Schutz der Gesundheit von Seilzugangstechnikern verfolgen sollten. 

 

HERAUSFORDERUNG & LÖSUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGSSCHUTZ FÜR HÖHENARBEIT

 

Datum: Donnerstag, 7. Juni 19:30 - 20:30 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Nordrhein-Westfalen Raum

Name des Vortragenden: Ronald Teske (AlpinProtect), Dr.-Ing. Marco Einhaus (Berufsgenossenschaften (BG))

Beruflicher Hintergrund des Vortragenden

Ronald Teske: Inhaber von AlpinProtect – Versicherungskonzepte für Höhenarbeit / Versicherungsmakler für  gewerbliche Versicherungen.

Dr.-Ing. Marco Einhaus: Studium  in Bau- und Umweltingenieurwesen. Sein Fachgebiet umfasst  Baugerüste, Höhenarbeit, PSA, Absturzsicherung, Schutznetze und Seilzugangstechniken. Dr. Einhaus ist ein weltweit anerkannter Sicherheitsexperte für Stahlkonstruktionen, Fassaden und Hochhäuser.

Beschreibung des Vortrags

Herausforderung und Lösungen für den Versicherungsschutz im Bereich der Höhenarbeit

Kurze Präsentation von AlpinProtect

- Tätigkeitsfeld (der Höhenarbeiter)

- Umfang / Tätigkeiten im Ausland

- Onshore / Offshore

 

DIE VERGANGENHEIT FÜR DEN SCHUTZ DER SEILZUGANGSTECHNIKER IN DER ZUKUNFT NUTZEN

 

Datum: Donnerstag, 7. Juni 19:30 - 20:30 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Metropole Ruhr Raum

Name des Vortragenden: Chris Robbins

Beruflicher Hintergrund des Vortragenden

Nach seinem Abschluss als Metallurge im Jahr 1969 arbeitete Dr. Robbins in der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Explosionsschweißens. Danach war er in der Hochschulforschung tätig und schrieb seine Doktorarbeit zum Thema Brechen von Metall. Seine berufliche Laufbahn setzte er danach für kurze Zeit in dem Bereich „Metalle mit Gedächtnis“ fort und befasste sich anschließend bei BNFL, Sellafield, mit der Korrosion an nuklearen Wiederaufbereitungsanlagen und der Werkstoffentwicklung für den Bau künftiger Anlagen.

Im Anschluss daran bekleidete er einen leitenden Posten bei Y-ARD in Glasgow, wo er für die Werkstoffberatung zuständig war und mit Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen (Spezialeinheiten (Luftversorgungssysteme), Offshore-Ölindustrie und schottische Krankenhäuser) arbeitete.

Zuletzt war er 14 Jahre als britischer Sicherheitsberater auf Offshore-Öl- und Gasplattformen in der Nordsee tätig. Zu seinem Aufgabenbereich gehörten Routineüberprüfungen sowie die Untersuchung von Unfällen/Zwischenfällen und Durchsetzungsmaßnahmen. In dieser Eigenschaft fungierte er auch als HSE-Vertreter bei IRATA-Meetings, wo er seine eigenen Interessen als Höhlenforscher und Bergsteiger mit den gesetzlichen Aspekten der Arbeitsumgebung verbinden konnte.

Nachdem er 2006 in den Ruhestand ging, interessierte er sich auch weiterhin für das Thema Seilzugangstechniken und bereitet nunmehr seit 11 Jahren den jährlichen WASA-Bericht (Arbeits- und Sicherheitsanalyse) für die IRATA vor.

Beschreibung des Vortrags

Der Vortrag beginnt mit einer kurzen Analyse der Unfalldaten der IRATA der letzten fünf Jahre. Das Ziel ist, gemeinsame Faktoren, die zu Unfällen und Verletzungen geführt haben, aufzudecken. In vielen Fällen werden die Ursachen verallgemeinert, da die Berichte nur selten die tiefer liegenden (und wahrscheinlich ernsteren) Ursachen aufzeigen. Zum Abschluss des teils auf den begrenzten  Daten und teils auf der 14-jährigen Erfahrung in der Inspektion und Überprüfung im Offshore-Bereich basierenden Vortrags wird eine Liste der zehn wichtigsten potenziellen Gefährdungen zur Information und Diskussion präsentiert. Einige davon sind bereits eingetreten und andere nicht. Einige sind offensichtlich und andere nicht.

Das Ziel des Vortrags ist NICHT, sich in den formalen Aspekten und Methoden der Untersuchung und Beurteilung von Risiken und Gefährdungen zu verlieren. Er geht auch nicht auf individuelle Fehler/Unterlassungen und medizinische Bedingungen ein, es sei denn, sie weisen auf grundlegende Probleme wie Fehler/Unterlassungen beim Umgang mit dem Seil hin.

Hervorgehoben werden sollen die Durchführbarkeit und die realen Bedingungen bei seilunterstützten Zugangsverfahren. „Vorbeugen ist besser als heilen“ lautet die Botschaft, begleitet vom Appell, sich ebenso eingehend mit der Untersuchung von „gefährlichen Situationen“ wie mit den tatsächlichen Verletzungen zu befassen.

 

UNTERSUCHUNG DER EINFLÜSSE VON VULKANAUSBRÜCHEN AUF DAS KLIMASYSTEM

 

Datum: Donnerstag, 7. Juni 20:30 - 21:30 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Nordrhein-Westfalen Raum

Name des Vortragenden

Max Dugal, Mitbegründer/SZT-Teamleiter bei GeoArc

GeoArc Forschungsexpedition zum Masaya-Vulkan – Riggingtechnik

Beruflicher Hintergrund des Vortragenden: Seilzugangstechniker / Supervisor (IRATA 3/SPRAT 3).

Acht Jahre Tätigkeit als Seilzugangstechniker in der Industrie und seit über 15 Jahren Sportkletterer. Mitbegründer von GeoArc / SZT-Teamleiter

Beschreibung des Vortrags

GeoArc wurde Anfang 2017 mit dem Ziel gegründet, wissenschaftlichen Forschungsgruppen den Zugang zu schwer zugänglichen Bereichen zu ermöglichen. Unsere erste Expedition führte uns nach Nicaragua, wo vulkanologische Untersuchungen durchgeführt wurden, um den Masaya-Vulkan und seinen Einfluss auf die umgebenden Ortschaften besser zu verstehen.   Das GeoArc Team errichtete einen einzigartigen Standplatz hoch in der Luft, um das Sammeln von Gasproben und andere Experimente über dem aktiven Lavasee zu ermöglichen. Für die Einrichtung des Systems benötigten wir insgesamt 2,1 km Seil. Tägliche Herausforderungen wie Wind, zerklüftetes Gelände  und Säuredämpfe machten die Unternehmung zu einem sehr langwierigen aber einzigartigen Erlebnis. Wir kehrten als erfolgreiches Team zurück und freuen uns auf die nächsten Expeditionen.

Freitag Programm symposium petzl ropetrip 2018

VERANKERUNGEN FÜR WINDKRAFTANLAGEN

 

Datum: Freitag, 8. Juni 18 - 19 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Metropole Ruhr Raum

Name der Vortragenden: Daniel Dicke Senvion (Seilzugangstechniker), Knut Foppe (Techniker für Windanlagen)

 

PODIUMSDISKUSSION: GLEICHSTELLUNG DER TECHNISCHEN ZERTIFIZIERUNGEN

 

Datum: Freitag, 8. Juni 18 - 19 Uhr

Ort: Hüttenmagazin / Nordrhein-Westfalen Raum

Diskussionsleiter: Chris Blakeley

Beschreibung der Diskussionsthemen

Die Podiumsdiskussion setzt den Fokus auf  die Geschichte, Ziele, Strategien, sichere Praktiken, Zertifizierungsmodelle, Herausforderungen und künftige Entwicklungen der Verbände für seilunterstützte Arbeitsverfahren. Die Diskussionsteilnehmer sind mit allen Aspekten der Abläufe ihres Verbandes vertraut  und in der Lage, viele Fragen des Publikums zu beantworten. Zu den Teilnehmern der Diskussionsrunde zählen Vertreter von mindestens acht folgenden Verbänden: IRATA (Jonathan Capper), SPRAT (Troll), FISAT (Sven Drangeid), OTDL (Polen), SOFT (Tore Ronstad), SFETH (Thierry L’Her), DPMC (Damien Piat), ANETVA und SRAA. Wir erwarten die Teilnahme von über 150 Seilzugangstechnikern, Managern und Verwaltern an dieser aktiven und lehrreichen Podiumsdiskussion.

 

WIR BEANTWORTEN ALLE FRAGEN

 

Datum: Freitag, 8. Juni 19:30 - 20h30 Uhr

Ort: Gießhalle / Base Camp

Name der Vortragenden

Chris Blakeley, Benjamin Lengronne, Olivier Galai, Christoph Driever (Petzl Team)

Petzl ropetrip 2016

Workshops

 

ARBEITEN MIT LANGEN SEILLÄNGEN IN DER NÄHE VON HINDERNISSEN (PROBLEM DER DEHNUNG)

Geleitet von Dennis Oezkol (Petzl)

 

RETTUNGS-WORKSHOPS IN KOMBINATION MIT DER KONFERENZ: DER AUGENBLICK, DER ALLES VERÄNDERT – UMGANG MIT NOTFALLSITUATIONEN

Präsentiert von Formacan

 

FLASCHENZUGSYSTEM / EINRICHTEN EINES OPTIMALEN FLASCHENZUGSYSTEMS MIT MÖGLICHST WENIG PRODUKTEN - COEUR PULSE

Präsentiert von Olivier Galai (Petzl)

 

EINSATZ VON PETZL-PRODUKTEN: ASAP LOCK / ID / RIG

Präsentiert vom Petzl-Team

 

 

 

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